Schwizer Zmorge in Pucon
29 01 2011Wir haben nun 3 Nächte in Pucon verbracht. Per Zufall fanden wir eine Herberge, die von einer Schweizerin geführt wird. Obwohl in Pucon Hochsaison herrscht und viele chilenische Touristen hier sind, hat es in unserer Unterkunft wenig Gäste. Mag vielleicht daran liegen, dass sie 10 Min. ausserhalb des Dorfzentrums liegt, also fernab des Rummels (was uns natürlich nur recht ist). Für uns bedeutet das, dass wir das ganze Haus inkl. Aufenthaltsraum und Küche nun 3 Tage fast für uns alleine hatten. Christine, unsere Gastgeberin, hat sich rührend um uns gekümmert. Sie hat uns Ausflugstipps gegeben und sogar ein Treffen mit einer Kollegin organisiert, die eine Mapuche-Indianerin ist. So haben wir auch Einblick in die Kultur der Urbevölkerung erhalten, was sehr spannend war. Wie überall auf der Welt, kämpfen die Ureinwohner aber wohl einen Kampf, der auf längere Sicht nicht zu gewinnen ist, was traurig stimmt.
Zum Frühstück gabs selber gemachtes Brot, Konfi, Honig, Käse und ein Müesli, das den Namen Müesli auch verdient, mit frischen Früchten. Wir genossen das sehr, obwohl das Brot hier in Chile schon viel besser ist als das Toastbrot in Neuseeland und Australien.
Nachdem wir im letzten Blog über das herrliche Wetter in Chile geschrieben hatten, war es natürlich am nächsten Tag bewölkt und kühl. Ein idealer Tag um die heissen Thermalquellen zu besuchen, die es in Chile dank der vulkanischen Aktivitäten überall gibt. Heute war dann wieder strahlend schön und wir konnten die von Christine empfohlene Wanderung machen. Es ging 8 km teilweise steil durch wunderschönen Wald mit einheimischen Bäumen den Berg hoch zu einem Aussichtspunkt. Oben angekommen wurden wir mit einer unbeschreiblich schönen Aussicht auf 4 Vulkane belohnt. Es war echt magisch dort und die Stille einfach herrlich. Auf der ganzen Wanderung, die rund 5 Std. dauerte, sind wir nur etwa 10 Menschen begegnet. Was für ein Kontrast zum vollgestopften Pucon und den hunderten von Touristen, die täglich den Vulkan Villarrica besteigen.

Los Pozones sind natürliche Thermalbäder. Abkühlen kann man sich im eiskalten Fluss, der neben den heissen Quellen vorbei fliesst

Die "Adventure-Town" Pucon mit dem Vulkan Villarrica im Hintergrund

Rosa, die Mapuche Indianerin serviert uns in ihrer Ruka (traditionelle Hütte) Mate Tee

Auf unserer Wanderung kommen wir an den seltenen und nur in Chile vorkommenden Araucaria Bäumen vorbei

Im Cañi-Reservat geniessen wir die wunderschöne Aussicht auf den Vulkan Villarrica

Vom Aussichtspunkt im Cañi-Reservat sehen wir 4 Vulkane. 2 davon sind Lanin und Quetrupillan
Lieber Jan, liebe Gisela
es ist ja so schön, eure Bilder anzuschauen, wenn bei uns wieder mal ein grauer Deckel uns vor Sonnenbrand schützt…. Chile ist wunderschön und vielfältig, wusste es zwar schon, aber wenn man euren Bericht und die Fotos anschaut möchte man am liebsten auch dort hinfliegen. Südamerika ist sicher eine Reise wert und es ist gut, dass ihr gutes Timing geplant habt, so dass ihr eben auch Zeit habt, abseits der Touristen Pfade zu gehen!
Weiterhin wünsche ich euch gutes Weiterreisen und ganz viele eindrückliche und gute Momente!!!!
Mum